Ein Etikett, das im Trockenen hält, kann an der Kühltheke trotzdem aufgeben. Auf der Oberfläche von Joghurtbechern, Getränkeflaschen oder Tiefkühlpackungen bildet sich Kondenswasser, beim Anfassen reibt die Kante, und nach ein paar Tagen im Regal löst sich eine Ecke. Wer Etiketten für den kalten Bereich selbst druckt, muss deshalb zwei Dinge zusammenbringen: ein Material, das zur Oberfläche und zur Feuchte passt, und einen Druck, der auch nach dem Abwischen noch lesbar ist. Der VIPColor VP750 ist für diese Aufgabe gebaut, weil seine Tinte wasser- und UV-beständiger ist als die der VP700-Serie. Das heißt aber nicht, dass jedes Etikett automatisch hält.
Warum Kühlware andere Etiketten braucht
Im Kühlregal wirken drei Kräfte gleichzeitig. Da ist die Feuchte: kalte Packungen beschlagen, sobald sie aus der Kühlung kommen. Da ist die mechanische Belastung: Flaschen werden gedreht, Becher gestapelt, Kartons in Kisten geschoben. Und da ist das Licht, das Etiketten über Wochen ausbleicht. Ein Etikett, das nur im Büro auf einem trockenen Karton klebt, bekommt davon nichts mit.
Der VP750 druckt mit Dye-Tinte, die wasser- und UV-beständiger ist als die Tinte der VP700-Serie. Für viele Anwendungen im gekühlten Umfeld reicht das aus, besonders wenn das Material mitspielt. Endstabile Ergebnisse wie laminierte Etiketten oder ein UV-Lack entstehen dabei nicht. Wer Etiketten braucht, die dauerhaft gegen Feuchte und Abrieb abgeschirmt sind, sollte das beim Material berücksichtigen und vorher einen Musterdruck auf dem echten Untergrund prüfen. Ein guter Tipp sind auch die Laser (Dry Toner Drucker) von OKI die du hier findest und eine höhere Stabilität auch ohne Laminierung bieten: https://oki.karley.de/
Material und Kleber
Im kalten Bereich entscheidet der Kleber, ob ein Etikett hält. Ein Standard-Haftkleber auf einer feuchten, kalten Flasche verliert schnell an Haftung. Für Kühl- und Tiefkühlware gibt es Kleber, die für niedrige Temperaturen ausgelegt sind und auch auf beschlagenen Oberflächen anziehen.
Beim Bedrucken zählt dann die Oberfläche des Materials. Glatte Folien nehmen die Tinte anders auf als saugfähige Papiere. Für Etiketten, die Feuchte und Abrieb sehen, sind Folienmaterialien meist die bessere Wahl, weil sie selbst kein Wasser aufnehmen. Wichtig ist, dass Du das Material vor dem Serienlauf testest: Ein Etikett, das auf dem Bogen gut aussieht, kann nach zwei Stunden im Kühlregal wellig werden.
Worauf Du beim Material achtest
- Temperaturbereich des Klebers: passt er zur Kühlung oder zur Tiefkühlung?
- Oberfläche: Folie für feuchte und abriebreiche Anwendungen, Papier nur dort, wo es trocken bleibt
- Haftung auf der echten Packung: glatte Kunststoffflasche, beschichteter Becher, rauer Karton
- Format und Trägerbreite: der VP750 verarbeitet Trägerbreiten von 50,8 bis 216 mm
Bei Karley kannst Du Dein Material vorab testen. Wir drucken Muster auf dem Material, das Du tatsächlich verarbeitest, damit Du das Ergebnis siehst, bevor Du eine Charge produzierst. In unserer Übersicht zu Etikettenmaterialien findest Du weitere Hinweise zur Auswahl.
Wo die Grenzen liegen:
Der VP750 liefert keine Etiketten, die wie laminiert wirken. Seine Tinte ist beständiger als die der VP700-Serie, aber sie ersetzt keine zusätzliche Schutzschicht. Für Getränke, gekühlte Lebensmittel, Tierpflege oder Reinigungsprodukte ist das in vielen Fällen ausreichend. Wer Etiketten für aggressive Chemikalien oder für lange Lagerung im Freien braucht, sollte das offen ansprechen und das Material entsprechend wählen und ggf. auch andere Drucker und Druckverfahren wie z.B. https://oki.karley.de/
Für den kalten Bereich gilt: Der Unterschied entsteht aus dem Zusammenspiel von Drucker, Tinte und Material. Der VP750 bringt die beständigere Tinte mit, das passende Material kommt von Dir. Teste beides zusammen, bevor Du die erste Charge für die Kühltheke druckst.
Wenn Du den VP750 vor dem Kauf sehen willst, zeigst Du Dir das Gerät bei uns im Showroom in Recklinghausen. Du kannst ihn auch mieten und die Miete wird bei einem späteren Kauf verrechnet.
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